Reichsritter: Bliaut

Je mehr ich mir meine Inspirationen anschaue, desto mehr Ideen habe ich für die Ausstattung meines Ritters. So ist heute auch diese Skizze einer Bliaut entstanden, wie ich sie mir, über eine knöchellange Cotte getragen, für Mathras vorstellen könnte. Weniger für die Reise, mehr für offizielle Anlässe. Während der Recherche bin ich übrigens hier über eine gute Anleitung gestolpert.

Wenn ich so weitermache werde ich aus dem Stoff bestellen und Nähen wohl in der nächsten Zeit nicht mehr raus kommen ;)

Reichsritter: Farbschema

Vor einigen Wochen hatte ich für Mathras das Farbschema Grau-Gelb-Weiß überlegt und eigentlich schon festgelegt. Grundsätzlich folge ich dabei der Philosophie, dass sich meine Charaktere optisch nicht nur durch den Schnitt und dem historischen Vorbild der Kleidung, sondern auch durch die Farbgebung unterscheiden sollten. So trägt Askir primär die Farben Braun und Dunkelrot, Anselm die Farben Rot und Schwarz, während Myron vornehmlich in Blau und Weiß gekleidet ist.

Auch auf Grund der Schwierigkeit schönen gelben Wollstoff zu finden und den Unwägbarkeiten für das Färben weißer Wolle (die Ratschläge und Tipps haben leider in erster Linie gezeigt, dass jeder andere Erfahrungen gemacht hat), bin ich aktuell am überlegen, ob nicht eine weitere, starke Farbe die doch recht eintönig wirkende bisherige Farbwahl aufwerten würde.

Ebenfalls ist zu bedenken, dass ein Ritter (und Mathras damit auf Dauer ebenfalls) mehrere Kleidungsstücke, vornehmlich Cotten, haben wird, bei denen es sicher schön wäre, wenn man nicht ständig nur Weiß trägt, sondern auch zumindest eine andere Farbe hat, mit der man variieren kann.

Welche Farbe ich letztendlich wählen sollte (wenn ich überhaupt eine weitere Farbe hinzu nehmen sollte) ist aber gerade eine große und noch sehr offene Frage. Letzendlich bleiben nur drei Farben übrig: Rot, Blau und/oder Grün.

In der folgenden Grafik habe ich sie mal mit den dorlónischen Reichsfarben, die ja auf jeden Fall in der Kleidung auftauchen werden, gegenübergestellt. Dabei wird es von dem jeweiligen Stoff abhängen, ob es eher eine Farbe der oberen oder der unteren Reihe sein wird.

Soll ich das bisherige Farbschema erweitern und wenn ja um welche Farbe? Wie ist Deine Meinung dazu?

Reichsritter: Inspirationen

Schon bei den ersten Skizzen hat man ein ungefähres Bild vor Augen, was die Kleidung eines Charakters angeht, wenn man fertig ist. Auch wenn man nie fertig wird, wie ich aus Erfahrung sagen kann. Im Laufe der Zeit bin ich immer mehr dazu übergegangen die Vorbilder und Inspirationen in historischen Quellen zu suchen, auch wenn ich mich nicht strikt daran halte und davon ausgehend variiere.

Für Mathras habe ich mich schon bei den ersten Skizzen am Heiligen Abend an die Ritter zur Zeit der Kreuzzüge im 13. Jahrhundert orientiert. Dabei dienen mir derzeit die folgenden Abbildungen mit Kleidungen für die Reise und den Alltag sowie für die Schlacht bzw. den Kampf als Leitfaden:

Männerkleidung, Mitte des 13. Jahrhunderts

1a    Die Figur trägt eine bauschige bzw. sackartige weiße Kniehose (Bruche) unter allen anderen Gewändern, die mit einem Kordelzug enger gemacht wird
1b    Die Säume der Kniehose konnten hochgeschnürt werden, wie hier gezeigt oder etwas tiefer
2a    Hose (Beinlinge) aus Wolle, die über der Bruche getragen wird und am Bund der Bruche befestigt wird
2b    Eine spätere Variante, um die Beinlinge zu sichern, war die Nutzung von Knöpfen an der Vorderseite der Bruche
2c    Ein anderes System bestand in der Nutzung von Lederschnüren
2d    Hosenbänder waren zuweilen mit Medaillons dekoriert und an den Riemenzungen auf der Vorderseite der Beine zusammen geknotet
3    Unterschiedliche Formen von Schuhen aus weichem Leder
4    Verschiedene Formen von Stiefeln aus stabilem Leder
5    Hölzerne Schuhe, die bei schlechtem Wetter über den Stiefeln oder Schuhen getragen wurden
6    Hemd, das über der Kniehose getragen wurden und mit Borten sowie Stickereien verziert ist
7    Geschlitze Tunika, die über dem Hemd getragen wurde
8    Alternative seitlich geschlitzte Tunika
9    Modischer langer Tunika-Ärmel mit nach hinten gefalteten Ärmelaufschlägen, um den Futterstoff zu zeigen
11    Gewalkte Form einer Tunika bzw. eines Hemdes, Bliaut genannt, teilweise aus Siede und mit Stickereien verziert
13    Einfache Form einer Übertunika, getragen über der normalen Tunika
14    Garnache aus schwerer Wolle
15    Gardecorps, vor Wetter schützende Gewandung aus schwerer Wolle
16a    Bundhaube aus weißem Leinen, die unter dem Kinn geschlossen wird
16c    Spätere Form einer Gugel mit kurzem Zipfel
16d    Geknöpfte Form einer Gugel mit langem Zipfel
16e    Gugel mit geschlitztem Saum, die nur oben auf dem Kopf getragen wurde und durch einen Zipfel, der um den Kopf gelegt wird, an ihren Platz gehalten wird
16f    Dunkler Filzhut mit verlängerter Krempe nach Vorne
16g    Dunkler Filzhut mit Vorne und Hinten hochgeklappter, geschlitzter Krempe, getragen über einer Gugel mit kurzem Zipfel
16j    Dunkles Filzmütze mit dekoriertem Band um die Kante

Waffen und Rüstung, ca. 1285

1    Die Figur trägt Kleidung aus schwerer Seide aus den benachbarten muslimischen Staaten und seine Bewaffnung präsentiert den charakteristischen Stil der Kreuzfahrer in der Endphase des Königreiches von Jerusalem. Das beinhaltet einen Topfhelm mit breiter Krempe, ein Schwert hängt von einem Bandelier, eher ein Schwertgurt, eine frühe Form eines Dolches und ein leichtes, ovales Schild für einen Belagerungskampf zu Fuß
2    Front- und Seitenansicht einer dick wattierten Bundhaube, die unter der Kettenhaube getragen wurde
3    Typ einer separaten Kettenhaube, die unter einem breitkrempigen Topfhelm getragen wurde und über einen Lederring rund um den Kopf verfügt, um den Helm zu halten
4    Kettenhaube, die unter einem großen Helm getragen wurde. Der flache obere Abschluss resultiert aus einer dick wattierten Kappe, die unten drunter getragen wurde. Diese spätere Form der Kettenhaube hat eine Gesichtsöffnung, die mit einem Kordelzug verkleinert werden konnte.
5a-c    Front-, Seiten- und Schnittansicht eines großen Helmes (Topfhelm). Der Schnitt zeigt das Leder-Innenfutter. Der Helm ist aus fünf Schichten genieteten Eisens hergestellt und mit dem heraldischen Motiv des Eigners bemalt. Der Raum zwischen dem Innenfutter und dem Oberteil des Helms wurde mit Stroh oder Rosshaar ausgestopft
6    Detail des Gewebes des Waffenrocks, der das Wappen des Eigentümers zeigt
7a    Brustpanzer
7b    Brustpanzer, losgeschnallt und flach hingelegt
8    Leder-Gürtel mit wechselnden emaillierten Bronze-Schildern und Bronze-Nieten.
9a    Die Rüstung der Beine bestand aus Kettenbeinlingen mit wattierter Auskleidung, die über den normalen Beinlingen getragen wurde. Über den Kettenbeinlingen trug man wattierte Diechlinge mit Leder- oder Metallverstärkungen über den Knien. Die Kettenbeinlinge hatten Ledersohlen
9b    Detail eines Diechlings
10    Gefütterter Akleton (Gambeson) mit an der Seite geknöpftem Stehkragen
11    Rückseite des ovalen Schildes mit Umhängegurt und wattiertem Polster hinter den Armriemen
12a    Scheide für ein leichtes Schwert und Befestigung am Schwertgurt
12b    Seitenansicht einer hölzernen Schwertscheide, die mit Leder überzogen ist, mit aufgebördelter Öffnung für das Schwert
12c    Rückansicht des oberen Teils der Scheide mit Schnürung für die Befestigung am Schwertgurt
12d    Detail der Schnürung
13a    Leichtes Schwert mit einer Klingenlänge von 75 cm zur Nutzung zu Fuß
13b    Komponenten des Schwertgriffs, bestehend aus dem Dorn der Klinge, der Lederriemen über dem hölzernen Griff, etc.
14    Streitkolben mit einer Länge von 75 cm mit einem Holzgriff und einer Lederschlaufe
15a    Langschwert

Das ich das nur langfristig und sicher auch nicht exakt so umsetzen werde dürfte klar sein, aber der Weg ist in diesem Fall und zur Orientierung schadet es nicht ein “Vorbild” zu haben ;)

Reichsritter: Kleidungsskizzen, Kapitel III

Wie gestern versprochen hier die Skizzen für die Reisekleidung, wie sie endgültig aussehen soll. Ob das dann auch der Fall sein wird, wird sich beim Nähen zeigen. Zumindest habe ich es gestern noch geschafft mir selber Schnittmuster zu erarbeiten, meine Maße entsprechend umzusetzen und damit die Masse an Stoff, die ich brauche zu ermitteln.

Nachdem ich dann noch überlegt habe, welchen Stoff ich nehme, habe ich eine Kostenaufstellung gemacht und hätte ein Beatmungsgerät gut gebrauchen können. Aber wenn man einen Ritter (neu) ausstatten will, dann muss man halt klotzen, nicht kleckern.

Da aber schönes gelbes Leinen und gelbe Wolle scheinbar nirgendwo zu finden sind, werde ich die wohl färben müssen. Wer also Tipps und Vorschläge hat, wie ich weißen Grundstoff gut und einfach und preiswert Gelb und Grau färben kann, dann her damit!

Reichsritter: Stoffbestellung

Schon wieder ist eine Woche vergangen und viel weiter bin ich nicht gekommen. War aber auch eine stressige Woche im Büro, dann gestern (Samstag) die Jahreshauptversammlung des Chaos-Larp e.V., das durch Regelwerksdisskussionen einige (wichtige und interessante) Stunden in Anspruch genommen hat – und heute ist dann meine Mutter mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus gekommen. Dazu kommt natürlich noch eine Mail, dass Leute motzen über Sachen, die ich für die Gruppe mache, ohne aber selber den Arsch hoch zu bekommen oder zumindest mich direkt anzusprechen. Sowas liebe ich ja.

Ergo bekomme ich den Kopf einfach nicht frei und habe das Gefühl unter den tausend Dingen, die ständig anstehen, erdrückt zu werden. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich der gordische Knoren wieder lösen wird.

Das Konzept der Reisekleidung ist aber jetzt endgültig festgelegt:

  • Surcotte in weißem, leichten Stoff
  • Cotte mit weißem Oberstoff und gelbem Futter
  • Gardecorps in gelb-grau Mipartie und weiß gefüttert
  • 3/4-Mantel in Dunkelgrau mit gelben Futter
  • Gugel in Dunkelgrau, ebenfalls mit gelbem Futter
  • Bundhaube
  • Kappe in Grau und Weiß mit gelbem Futter
  • Almosenbeutel in Grau und Gelb mit weißem Futter
  • “Pilgertasche” in Grau mit weißem Futter

Morgen wird es dazu auch noch eine Skizze geben, wenn alles gut geht.

Jetzt kommt es aber zu einer Phase, die ich echt hasse: Die Ermittlung von welchem Stoff ich wieviel Meter brauche. Jetzt bloß nicht verrechnen oder was vergessen, sonst stehe ich später echt blöde da. Als wäre das nicht genug folgt dann das Aussuchen des Stoffes im Internet in der Hoffnung den richtigen Stoff zu finden. Gerade für den Gardecorps schwierig, da die beiden Oberstoffe ja bis auf die Farbe identisch sein sollten. Zudem wäre es auch von Vorteil, wenn die Stoffe nicht das ganze Ritter-Budget auffressen würden.

Direkt danach geht es dann daran die passenden Knöpfe für die Cotte, den Gardecorps und den 3/4-Mantel zu finden. Auch nicht so einfach – und meist teurer, als man so meinen sollte. Als ich das erste Mal Knöpfe für Larp-Kleidung bestellt habe, war ich wirklich überrascht, wie teuer diese kleinen Dinger sein können.

Naja, wird schon schief gehen ;)

Reichsritter: Kleidungsskizzen, Kapitel II

Ergänzend zu der Aufzählung der geplanten Reisekleidung des dorlónischen Reichsritters Mathras von Orktrutz von gestern (Klick!) hier jetzt die passenden Skizzen, die zu einem großen Teil parallel zum Schreiben entstanden sind. Ich denke damit dürfte der lange Text zumindest in Teilbereichen verständlicher sein.

2. Oberkörperbekleidung

b. Cotte

c. Sarrock

3. Gardecorps und Mantel

a. Gardecorps

8. Wimpel und Banner

a. Gürtelbanner

Ich freue mich weiterhin über Meinungen und Vorschläge zu Verbesserungen – möglichst mittels der Kommentarfunktion des Blogs.

Reichsritter: Reisekleidung, Kapitel II

Viel zu viele Ideen. Zu jeder Skizze fallen einem direkt neue Varianten und Möglichkeiten ein. Also mir zumindest. Doch irgendwann muss ja mal Schluss sein, damit man mit dem Raussuchen oder Erstellung von Schnittmustern, dem Aussuchen und Bestellen des Stoffes und dem Nähen beginnen kann. Das sollte bei mir spätestens nächstes Wochenende bei mir der Fall sein. Daher hier mal als Überarbeitung der Liste hier die Reisekleidung des dorlónischen Reichsritters Mathras von Orktrutz:

1. Beinkleider
Es bleibt bei dieser ungemein praktischen und bequemen Hose hier in naturfarben. An den Füßen diese Stiefel hier, die im Laufe der Zeit mit Sporen augepeppt werden.

2. Oberkörperkleidung
Zur Oberkörperbekleidung sind indessen drei Schichten vorgesehen:

a. Surcotte: Das Untergewand reicht ca. ein Dritter der Wade unter dem Knie hinunter und wird aus Bomull (Baumwolle) in Eierschalenweiß bestehen, wobei ich die Surcotte aus dem gleichen Stoff auch füttern werde. Vorne und hinten wird sie Reiterschlitze aufweisen. Am Kragen wird sie durch ein Nestelband in Grau-Gelb mit Nestelspitzen geschlossen.

b. Cotte: Bis zur Mitte der Wade reichend stellt die Cotte das wohl meist sichtbare Kleidungsstück dar. Der Oberstoff ist aus dem weißen Baumwollstoff Lenda, das Futter soll aus einem Stoff in gelber Farbe sein. Die Cotte ist hinten mit einem Reiterschlitz versehen, vorne komplett offen, wo sie mit einer Reihe Knöpfen geschlossen wird. Die Ärmel laufen eng zusammen und der zum Durchschlüpfen erforderliche Schlitz wird ebenfalls durch Knöpfe geschlossen. Auf Dauer werde ich wohl noch eine zweite Cotte machen, die dann weiße Wolle als Obermaterial aufweisen wird (als Winterkleidung sozusagen). [Skizze]

c. Sarrock: Nachdem meine Frau für Gilda einen Gambeson genäht hat (klick), habe ich erkannt, dass sowas auch durchaus kleidsam sein kann. Es wird kein dicker Wappenrock, wie man ihn in den ganzen Larpläden kaufen kann, sondern dünner (mit einer Sanitätsdecke gefüttert) ausfallen. Er soll bis knapp über das Knie reichen, 3/4-Ärmel aufweisen und wird vorne über grau-gelbe Nestellöcher geschlossen. Die Ausführung erfolgt Mi-Parti, also zweifarbig bei vertikaler Teilung – natürlich in Grau-Gelb. Damit sind auch leicht gerüstet die dorlónischen Wappenfarben sichtbar.

3. Gardecorps und Mantel

a. Gardecorps: Der schicke Wetterschutz in Form des Gardecorps [Skizze] wird über der Cotte (aber nicht über dem Sarrock) getragen.  Er soll bis etwa zur Mitte der Wade reichen und wird in den dorlónischen Reichsfarben in Mi-Parti ausgeführt. Ob ich noch einen weißen Keilerkopf auf die linke (graue) Brust nähe wird sich noch entscheiden. Der Oberstoff wird aus Wolle bestehen (auch wenn ich die gelbe Wolle wohl selbst färben muss), das Futter aus weißem Stoff. Hinten wird er über einen Reiterschlitz verfügen, Vorne wird er mit Knöpfen geschlossen.

b. Dreiviertelmantel: Der Mantel aus dunkelgrauer Wolle mit gelbem Futterstoff wird bis zum unteren Dritter der Wade reichen. Auf den Mantel wird das Wappen von Orktrutz aufgenäht sein Verschlossen wird er mit drei Knöpfen, die eine Schließung sowohl auf der rechten Schulter als auch vorne erlauben. [Skizze]

4. Kopfbedeckung
Vorerst wird er nur eine Bundhaube wie diese hier tragen. Eine andere, passende Kopfbedeckung, die zur Kleidung passt, habe ich leider immer noch nicht gefunden.

5. Ausstattung

a. Gürtel mit Zeug: Ein Langgürtel ist ein Muss, an dem soll dann auch irgendwann ein Messer mit Priem hängen.

b. Taschen: Als Tasche für die ganzen Kleinigkeiten, die man mit sich rum trägt, befindet sich am Gürtel eine Nierentasche. Zur Aufbewahrung des Geldees wird es einen Almosenbeutel geben, der mit Nestelbändern am Gürtel befestigt ist [Skizze].  Wenn mehr oder größeres Zeug mitzuschleppen ist, dann nutzt der Ritter eine “Pilgertasche” [Skizze].

c. Sonstiges: Braune Stulpenhandschuhe wie diese hier, gehören ebenfalls zur Ausstattung.

6. Waffen
Das Ritterschwert und die Mordaxt sind bestellt. Das Schwert bekommt natürlich noch eine Schwertscheide in der Art des Naumburger Typs mit eigenem Gürtel. Dann fehlt nur noch irgendwann ein schöner Dolch, von der Form her so wie dieser hier. Ebenfalls sollte ein Schild irgendwann zur Reisegewandung zählen.

7. Rüstung
Trägt der Ritter auch mit der Reisekleidung eine Art Rüstung? Durch den Sarrock (Gambeson) im Grunde ja. Jedoch ist das Körperteil, das die geringesten Heilungschancen hat und daher am ehesten zu schützen ist, der Kopf. Daher überlege ich auch zur Reisekleidung zumindest einen Helm dabei zu haben. Mein Favorit ist ja immer noch dieser Helm hier, alternativ wäre aber auch dieser hier möglich. Angemalt in den Reichsfarben wird der Helm auf jeden Fall.

8. Wimpel und Banner
Für den Gürtel werde ich mir ein Gürtelbanner machen, das auf den dorlónischen Farben den Keilerkopf der Mark Orktrutz zeigen wird. Dann habe ich vor noch einen Wimpel als Feldzeichen zu nähen sowie ein Banner. Das Banner wird den dorlónischen Schneelöwen als Wappentier aufweisen, was auf den Wimpel kommt muss ich mir noch überlegen. Ebenso wie ich noch drüber nachdenken muss, wie ich die Stangen für den Wimpel und das Banner baue und auch transportieren kann.

Soweit der aktuelle Stand meiner Überlegungen – und jetzt setze ich mich mal an ein paar weitere Skizzen, die – wenn alles gut geht – morgen hier zu sehen sein werden …

Reichsritter: Wappenrock, Banner und Feldzeichen

Gestern habe ich mal meinen alten Wappenrock von Mathras aus dem Keller geholt (der hier auf dem Foto rechts unten zu sehen ist). Die Farben sind echt schön und der Löwe ist auch gut geworden, auch wenn er an den Rändern noch richtig abgenäht werden muss. Als Wappenrock werde ich ihn wohl nicht mehr tragen (da habe ich ja indessen andere Vorstellungen), aber es wäre viel zu schade ihn nicht auf andere Art und Weise weiter zu nutzen.

Natürlich habe ich schon eine Idee: Ich nähe ihn zum Banner um. Von der Form und Aufhängung soll es dann etwa so aussehen, wenn es fertig ist. Dafür muss ich nur die Vorderseite des Wappenrocks oben lösen, das Teil mit weißem Stoff von hinten füttern (sieht einfach besser aus und fällt schöner) und oben Aufhängungen dran machen. Nur wie ich das mit den Stäben vernünftig löse weiß ich noch nicht.

Ich weiß nicht wer Lust hat ständig so ein Banner mitzuschleppen, wie wir es früher auch mit dem Banner des Hospitals im Neutralen Lager auf dem CoM gemacht haben (wo ich mit Askir war). Ich zumindest habe darauf keine Lust und würde es auch sonst Niemanden zumuten wollen. Also ist das Banner eher für größere Schlachten gedacht, wo man es bei den Heilern oder so aufbauen kann, und primär zur Kennzeichnung des Lagers. Also muss (irgendwann) noch ein schönes Feldzeichen her, ein Wimpel wie zum Beispiel sowas oder sowas.

Die Rückseite vom alten Wappenrock werden wir (sprich: Meine Frau und ich) vielleicht auch noch nutzen können, da wir ja für Mathras und Gilda noch Gürtelbanner brauchen, auf die dann der weiße Keilerkopf der Mark Orktrutz kommt.

Während ich nach Beispielfotos für die Feldzeichen gesucht habe bin ich übrigens über ein schickes Wappenkleid gestolpert. Nein, natürlich wird Mathras nicht mit sowas rumlaufen. Aber das hat mich direkt auf Ideen für den neuen Wappenrock des Reichsritters gebracht … ;)

Reichsritter: Die Überlegungen gehen weiter …

Auch wenn das Jahr im Büro gerade sehr stressig anfängt (und ich schon etliche Überstunden habe und sogar das Wochenende auf der Arbeit verbringen werde) finde ich doch noch etwas Zeit mir weitere Gedanken über die Ausstattung von Mathras zu machen. Das bedeutet auch, dass ich den ersten Schock beim Aufstellen der Liste von dem Zeug, was ich benötigte, nach Bepreisung der Sachen bekommen habe. Eins ist mir dabei aber auf jeden Fall klar geworden: Die Entscheidung erst “nur” die Reisekleidung zu machen und das Zeug für den Kampf bzw. Krieg auf die zweite Jahreshälfte zu verschieben ist eine verdammt gute Idee.

Außerdem bin ich bei einer anderen Frage, die ich hier mal gestellt hatte, näher an eine Entscheidung gekommen. Es ist zumindest eine Tendenz spürbar. Auch wenn sich die meisten Kommentare für die Beibehaltung der Ohrprothese aussprechen, tendiere ich derzeit dazu IT mit Mathras einen Leylindatempel aufzusuchen, um es mir nachwachsen zu lassen. Auch wenn ich damit ein Mahnmal und ein Markenzeichen verlieren sollte sind es drei Gründe, die mich zu diesem Schritt bewegen: 1. Die blöden Kommentare zum “Einohrritter”, die ich auch schon IT gehört habe, würden wohl aufhören. 2. Ich muss mich nicht noch mit der Herstellung eines adäquaten Latex-oderwasauchimmer-Teil herumschlagen (habe auch so noch genug zu tun). 3. Es ist einfach unbequem auf Con das Ohr an- und abmachen zu müssen und spätestens mit dem Anziehen eines Helmes könnte es problematisch werden.

Auch über die Kleidung von Mathras von Orktrutz habe ich mir weitere Gedanken gemacht. Mit den bisherigen Entwürfen (Klickst Du hier!?) war ich hinsichtlich der Tunika nicht sonderlich zufrieden. Für einen Ritter ist sie zu schlicht. Ein Bauer würde sie vielleicht nicht in weiß tragen, aber den Schnitt hat echt jeder Abenteurer. Wie man in der Skizze unten erkennen kann ist im Laufe der Überlegungen aus der Tunika eine Cotte geworden, die vorne komplett geknöpft wird. Ebenso an den eng zusammenlaufenden Ärmeln, wie es im Hochmittelalter durchaus üblich war (Kuckst Du hier!?). Außerdem wird sie unten um einiges weiter, so dass sie in Falten fällt. Schließlich kann man sich mehr Stoff leisten, wenn man Ritter ist. Oder sollte man zumindest. Daher ist die Cotte auch länger, als es die zuerst entworfene Tunika war. Die Cotte wird weißen Oberstoff und einen kontrastrierendes Futter (wahrscheinlich Gelb) erhalten.

Unter der Cotte wird eine einfache, weiße Surcotte getragen, die zur Beweglichkeit auch einen Reiterschlitz aufweisen wird. Ob ich sie aber füttere weiß ich noch nicht (aber ich befürchte es fast, weil es einfach besser aussieht). Ebenfalls ist für mich noch zu klären, wie ich das mit dem Wappen mache, aber ich vermute es wird auf ein Gürtelbanner hinaus laufen. Darüber kommt grundsätzlich erstmal der Gardecorps, der ja schon auf meinen ersten Kleidungsskizzen zu sehen war.

Als oberste Lage dann ein 3/4-Mantel, der vorne oder auf der Schulter (ja, das wurde im Mittelalter meist dort geschlossen getragen – wohl um den Schwertarm frei zu haben) mit Knöpfen geschlossen wird. Derzeit geht die Tendenz dazu ihn aus schwarzer oder dunkelgrauer Wolle zu fertigen, das mit gelben Leinenstoff gefüttert ist. Auf dem Mantel prangt natürlich das Banner von Orktrutz. Als Kopfbedeckung bleibt die Bundhaube.

Wie ich schon mal geschrieben habe (mindestens einmal zumindest) machen die Details viel aus. Daher kommt an den Langgürtel auf Dauer neben einer Nierentasche noch Messer und Pfriem sowie, wie auf den Skizzen zu sehen, ein Almosenbeutel für die Münzen und Kleinkram. Für die größeren Sachen, die man mal mitschleppen möchte, werde ich mir dann noch eine Pilgertasche nähen. Mehr will ich gar nicht zum mitschleppen, denn ehrlich gesagt nervt mich zuviel Gebamsel – vor allem am Gürtel*.

Da meine Frau indessen angefangen hat auch ihren Charakter Gilda Rothaar, die Waffenmeisterin der Mark Orktrutz, neu auszustatten stehe ich übrigens gerade vor der Frage: War und ist Gilda der Sidekick von Mathras oder ist es andersherum? Wer ihre Arbeit an ihrem ältesten Charakter, der Halb-ZwerginDraschim Gilda, verfolgen möchte kann das übrigens hier in ihrem Blog im LarpeR-Ning machen.

*Was bin ich froh keinen Magier zu spielen, der haufenweise Zeug mit rum schleppen muss. Da ist Mathras als regeltechnisch reiner Kämpfer echt einfacher.

Hagen “Longhair”

Nachdem Bob mich in einem Kommentar “mein lockiger Freund” genannt hat, hier mal Beweisfotos, das ich auch mal lockige und lange Haare (und überhaupt Haare) hatte – auch wenn das war, bevor ich mit Larp angefangen habe und mich daher nur wenige Leute (zumindest im Larp) mit langen Haaren kennen.